ZeMKI-Studierende für Kurzzeitprogramm an der Dublin City University
Vom 11. bis 15. Mai 2026 fand in Dublin, Irland, die vierte Ausgabe des vom Digital Constitutionalism Network organisierten Erasmus+ Blended Intensive Program (BIP) statt. Unter dem Titel „Digital Futures, Sustainable Freedoms: Rights, Responsibilities and Governance“ knüpft dieses internationale Lehrprogramm an erfolgreiche BIP-Ausgaben in Padua (2023), am ZeMKI (2024) und in Salerno (2025) an.
Zehn Studierende der vom ZeMKI angebotenen medien- und kommunikationswissenschaftlichen Studiengänge nahmen an dem Programm teil. Die Mitglieder des Lab „Plattform-Governance, Medien and Technologie“, Dr. Dennis Redeker und Dr. Chiara Spiniello, organisierten das diesjährige BIP gemeinsam unter der Leitung von Edoardo Celeste, Karolin Rippich und Victor Henriquez Diaz (alle von der Dublin City University) – und beteiligten sich an der Lehre. Insgesamt brachte dieses BIP mehr als 30 Studierende von sechs europäischen Partneruniversitäten zusammen – der Universität Salerno, der Universität Bremen, der Dublin City University, der Universität Groningen, der Universität Tallinn und der Universität Padua. BIPs sind eine relativ neuer Fördermechanismus für gemeinsame europäische Lehre mit Präsenz- und Online-Komponenten; die Studierenden erhalten für die Teilnahme einen Erasmus+-Mobilitätszuschuss.
In diesem Fall bot das Programm, das eine virtuelle Vorbereitungsphase mit einer fünftägigen Präsenzkomponente in Dublin kombinierte, eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den wachsenden Spannungen und Synergien zwischen digitalen Technologien, Menschenrechten und ökologischer Nachhaltigkeit. Die Präsenzphase gipfelte in der zwetägigen Teilnahme der Studierenden an der internationalen GIG-ARTS 2026-Konferenz, die unter demselben Thema stattfand und mit der das BIP am selben Ort abgehalten wurde. Das BIP wurde vom DCU Law and Tech Research Cluster, dem European Master in Law, Data and Artificial Intelligence (EMILDAI) und dem Digital Constitutionalism Network veranstaltet. Chiara und Dennis hielten im Rahmen der Konferenz jeweils einen Vortrag, wodurch die Studierenden Einblicke in die Aktivitäten ihrer Dozent:innen außerhalb der Lehre erhielten.
Die Studierenden beteiligten sich im Rahmen des BIPs an den Konferenzpanels, z. B. mit hervorragenden Fragen an die Vortragenden. Zuvor arbeiteten auch in kleinen inter-universitären Gruppen, erstellten Poster und entwarfen Policy Briefs zu drängenden Themen wie der Verbreitung von Falschinformationen zum Klimawandel auf Social-Media-Plattformen, den menschlichen Kosten der Inhaltsmoderation, europäischen Zertifizierungssystemen für den Austausch von Mobilitätsdaten sowie den sozialen und ökologischen Kosten und Nutzen von Rechenzentren in Europa – aus der Perspektive lokaler Stakeholder betrachtet.
Abgesehen von gemeinsamen Mahlzeiten, Pausen und sozialen Aktivitäten – darunter eine Führung durch auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Ausstellungen im Irish Museum of Modern Art (IMMA) – machte die Poster-Session den Höhepunkt aus, bei der die Studierendengruppen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeit erfahrenen Wissenschaftler:innen und Fachleuten für Internet Governance vorstellten, die an der GIG-ARTS-Konferenz teilnahmen. Die abschließende virtuelle Phase des Programms – im Juni 2026 – wird der Überarbeitung der Policy Briefs gewidmet sein.
