Lab Audio-visuelle Medien und Geschichtsschreibung
Das Lab erforscht AV-Medien – insbesondere Film und Fernsehen – als historische Quellen beziehungsweise Dokumente der Moderne. Im Zentrum stehen dabei die Rolle dieser Medien für die Erinnerung und Konstruktion historischer Prozesse. Damit nimmt das Lab die im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts gewachsene Bedeutung audio-visueller Medien ernst: Die Expansion der Film- und Fernsehindustrie und die gewachsene Verfügbarkeit audio-visueller Medien hat dazu geführt, dass Film und Fernsehen längst eine kollektive Erinnerung prägen und Vorstellungen von historischen Prozessen nachhaltig beeinflussen, wenn nicht sogar bestimmen. Historische Archive umfassen deswegen auch Filme aller Art, Tonaufzeichnungen und umfangreiche Sammlungen von Fotos; solche Bestände müssen für die historische Forschung systematisch gehoben und erschlossen werden. Die für Textquellen entwickelten Herangehensweisen und theoretischen Zugänge lassen sich nur bedingt auf audio-visuelle Quellen übertragen, woraus sich für die Geschichtswissenschaft ein ernstes Problem ergibt. Das Lab möchte deshalb sowohl einen Beitrag zur Methodendiskussion leisten als auch die Bedeutung audio-visueller Medien, wie z. B. von Filmen und Bildern für die historische Forschung ausloten. Hierbei konzentriert es sich gegenwärtig auf die Felder der lateinamerikanischen Bevölkerungs- und Entwicklungspolitik nach 1945 sowie die Aufarbeitung und Überwindung der lateinamerikanischen Militärdiktaturen der 1970er und 1980er Jahre.
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7. Januar 2025
ZeMKI-Forschungsbericht 2023/2024 erschienen
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