Rechte KI-generierte Inhalte in Politik und Wahlkampf
13. September 2026
„Parteien und Akteure am rechten Rand haben weniger Bedenken, alle kommunikativen Möglichkeiten auszuschöpfen, auch wenn sie ethisch fragwürdig sind“, sagt ZeMKI-Mitglied Prof. Stephanie Geise mit Blick auf die Nutzung von KI-Inhalten im Wahlkampf. Ein aktueller Beitrag des Tagesspiegels gibt einen Überblick über KI-generierte Aufreger-Posts in den sozialen Medien und zeigt, wie die AfD von der Fairness anderer Parteien profitiert.
Simon Kruschinski, Senior Researcher für Plattformdaten und Computational Social Science am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Köln, hat rund 69.000 KI-generierte Beiträge von 5.000 verschiedenen Accounts im Wahlkampf 2025 untersucht. Dabei zeigte sich, dass sieben Prozent der Beiträge von AfD-Accounts stammen.
Stephanie Geise konnte in dieser Masse an Beiträgen vor allem drei wiederkehrende Muster identifizieren: positive Stereotypisierung, negative Stereotypisierung und negatives Campaigning gegen politische Gegner.
Wie es vor wenigen Jahren mit TikTok war, hat die AfD sich die KI besonders schnell zu Nutze gemacht. Andere Parteien profitieren von der neuen Technologie weniger, auch weil sie sich an ethische Prinzipien halten.
Einen tiefergehenden Einblick in rechte KI-Internetphänomene bietet der Beitrag des Tagesspiegels: https://www.tagesspiegel.de/politik/ki-generierte-aufreger-posts-auf-social-media-die-afd-profitiert-von-der-fairness-der-anderen-parteien-15873052.html
