Podiumsgespräch zu „TIMMY – Die Hope stirbt zuletzt" am Ernst Deutsch Theater Hamburg
18. September 2026
ZeMKI Mitglied Kerstin Radde-Antweiler ist am Sonntag, den 20. September 2026, zu Gast beim Podiumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung von „TIMMY – Die Hope stirbt zuletzt“ am Ernst Deutsch Theater in Hamburg (Hauptbühne, 19.30 Uhr).
Ausgehend vom Fall des Buckelwals Timmy verbindet der Abend Theater, Musik und Gespräch zu einer öffentlichen Selbstbefragung über Empathie, Aufmerksamkeit und die Geschichten, die wir uns erzählen. Im ersten Teil erzählt die Performance die Reise des gestrandeten Wals als moderne Passionsgeschichte – zwischen Weihrauch, KI-Pop, dokumentarischen O-Tönen und religiösen Ritualen. Der zweite Teil öffnet den Abend in ein Gespräch mit wechselnden Gästen, in dem es um Empathie und Aufmerksamkeit, Kunst und Spiritualität, politische Vereinnahmung, Protest, Medien und gesellschaftliche Konflikte geht. Leitend ist dabei die Frage, warum manche Schicksale enorme öffentliche Resonanz erzeugen, während anderes Leid kaum Beachtung findet.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Joachim Valentin, Professor für Christliche Religions- und Kulturtheorie an der Goethe-Universität Frankfurt, und Alexander Klessinger, dem Regisseur des Abends, spricht Kerstin Radde-Antweiler über die religiöse und spirituelle Aufladung von Timmy, über die Verwendung christlicher Symbolik und darüber, warum ein säkulares Medienereignis plötzlich Formen von Hoffnung, Erlösung und Ritual annehmen kann.
Weitere Informationen zur Veranstaltung: Ernst Deutsch Theater
