Nicola Palladino kommt als EU-Africa AI Governance Fellow ans ZeMKI
22. September 2026
Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen freut sich, 2026 und 2027 zwei „EU-Africa AI Governance Fellows“ begrüßen zu dürfen. Initiiert vom Lab Platform Governance, Media and Technology, bringt das Fellowship-Format führende internationale Expert:innen im Bereich der KI-Governance für einen intensiven Austausch in Forschung und Lehre nach Bremen. Die Fellows sind in das Forschungsprojekt AI PAN-AFRICANISM – „Fostering Digital Pan-Africanism in AI Governance through Evidence and Action“ eingebunden. In diesem Projekt arbeiten afrikanische und europäische Forschende gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen an Fragen der Governance von Künstlicher Intelligenz in verschiedenen afrikanischen Ländern. Darüber hinaus dient das Fellowship als Pilotprojekt für eine geplante kurzfristige Forschungs- und Mobilitätsinitiative im Rahmen des EU-Programms Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) Staff Exchanges.
Als erster von zwei Fellows hat Dr. Nicola Palladino am 24. August 2026 seinen einmonatigen Forschungsaufenthalt am ZeMKI begonnen.
Dr. Palladino ist derzeit Assistant Professor für Politikwissenschaft an der Universität Salerno und Mitglied des AI Advisory Forum der Europäischen Kommission. Zuvor war er Marie-Skłodowska-Curie-Fellow am Trinity College Dublin. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Governance neuer Technologien, insbesondere mit digitalem Konstitutionalismus, der Regulierung Künstlicher Intelligenz und globaler Internet-Governance. Seine Forschungsergebnisse wurden unter anderem in Telecommunications Policy, Internet Policy Review und The Information Society veröffentlicht. Darüber hinaus ist Nicola Mitglied verschiedener Gremien zur Standardisierung von Künstlicher Intelligenz, darunter ISO/IEC JTC 1/SC 42 und CEN-CENELEC JTC 21, sowie Mitglied des Editorial Boards von Telecommunications Policy.
Während seines Aufenthalts am ZeMKI wird Dr. Palladino gemeinsam mit den Forschenden des Instituts zu Fragen der digitalen Souveränität, des digitalen Konstitutionalismus und unterschiedlicher Ansätze der KI-Governance arbeiten. Das Fellowship bietet zudem die Möglichkeit, bestehende Forschungs- und Lehrkooperationen zwischen der Universität Bremen und der Universität Salerno weiterzuentwickeln, darunter frühere Erasmus+ Blended Intensive Programmes.
Über die individuelle Zusammenarbeit in Forschung und Lehre hinaus soll das EU-Africa AI Governance Fellowship zum Aufbau eines langfristigen Netzwerks europäischer und afrikanischer Institutionen beitragen, die im Bereich der KI-Governance arbeiten. Ein zentrales Ziel ist die Vorbereitung eines MSCA Staff Exchange-Antrags, der Universitäten, zivilgesellschaftliche Organisationen und weitere Partner aus beiden Kontinenten durch kontinuierliche Forschungsaufenthalte und Austauschformate miteinander verbinden soll. Die Fellowship-Aufenthalte dienen dazu, gemeinsame Forschungsagenden zu entwickeln, Formate für internationale Forschungsmobilität zu erproben und Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen zu identifizieren.
Die „EU-Africa AI Governance Fellows“ werden durch den Internationalisierungsfonds der Universität Bremen unterstützt und über das Forschungsprojekt AI PAN-AFRICANISM mitfinanziert, das von der VolkswagenStiftung gefördert wird. Ein zweites EU-Africa AI Governance Fellowship wird Anfang 2027 stattfinden. Der ausgewählte Fellow mit Sitz in Afrika wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
