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Das neue Arbeitspapier von Enrique Uribe-Jongbloed und Carlos Gutiérrez-González mit dem Titel „Restoring audiovisual products sustainably: innovative approaches to work with audiovisual archives“ ist nun verfügbar.

Worum geht es?

Dieses Arbeitspapier untersucht die sich wandelnden Definitionen und Praktiken im Zusammenhang mit Archiven und Repositorien im digitalen Zeitalter. Es werden die Herausforderungen bei der Unterscheidung zwischen diesen Begriffen sowie die politischen Komplexitäten, die mit der Definition von Archiven einhergehen, beleuchtet. Die Diskussion stützt sich auf die kritische Archivtheorie und deren Schwerpunkt auf Bewertung, Erhaltung und Beschreibung und analysiert den Einfluss digitaler Plattformen wie YouTube auf Archivierungspraktiken. Sie befasst sich mit Materialität und Nachhaltigkeit, wobei die ökologischen und finanziellen Kosten digitaler Archive sowie der weltweit ungleiche Zugang zum audiovisuellen kulturellen Gedächtnis hervorgehoben werden. Es werden zwei innovative Fallstudien vorgestellt: die Rekonstruktion kolumbianischer Fernseharchive durch manuelle und KI-gestützte Metadatenextraktion sowie die Workflow-Optimierung eines walisischen Postproduktionsunternehmens zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Beide Fälle veranschaulichen kreative Lösungen für Herausforderungen der digitalen Archivierung, wie zum einen die Verbesserung von Kontext und Zugang und zum anderen die Minimierung der Umweltbelastung. Die Diskussion erstreckt sich auf weiterreichende Themen, darunter die Archivierung von Videospielen und sozialen Medien, das Urheberrecht sowie die Risiken von Privateigentum und algorithmischer Kontrolle. Der Text schließt mit einem Plädoyer für „kritische digitale Archive“, die ethisch, materiell und ökologisch nachhaltig sind, und legt nahe, dass kontinuierliche Innovation und eine differenzierte Debatte für die Zukunft der digitalen audiovisuellen Archivierung unerlässlich sind.

Hier geht es zum gesamten Arbeitspapier.