Neues ZeMKI-Arbeitspapier Nr. 56 veröffentlicht
17. Februar 2026
Das neue Arbeitspapier des ZeMKI von Tara B. Smith mit dem Titel „Administered Dehumanisation: Absurdity, Automation, and Resistance in We, Brazil, and Robodebt“ ist nun verfügbar.
Worum geht es?
Theodor Adornos Konzept der verwalteten Welt beschreibt eine Realität, in der alles, was sich nicht auf Zahlen reduzieren lässt, nutzlos wird, wobei Manager und Verwaltungsangestellte die wahren Bewahrer dieser Welt sind. Dieser Artikel untersucht, wie diese Reduzierung der Menschheit auf Daten in Jewgeni Samjatin’s Wir (1921), Terry Gilliams Brazil (1985) und Australiens Robodebt-Programm (2015–2020) dargestellt wird. In Wir erzwingt der totalitäre Einheitsstaat mechanische Präzision und unterdrückt die Vorstellungskraft. In Brazil führt ein absurder bürokratischer Fehler zu einer Tragödie. Robodebt, das unrechtmäßig Einkommensmittelwerte verwendete, um Hunderttausende falscher Sozialhilfeschulden auszustellen, zeigt den realen Schaden automatisierter Regierungsführung. Zusammen zeigen diese Fallstudien, wie Verwaltungssysteme Individualität auslöschen, Schaden normalisieren und kalte Rationalität über die Menschenwürde stellen, während sie gleichzeitig auf fragile Räume für Widerstand und Vorstellungskraft hinweisen.
