Gastbeitrag in der taz: Für einen gemeinsamen Ausstieg aus der Plattformabhängigkeit
27. Juli 2026
Wie können Medien, Hochschulen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ihre Abhängigkeit von den großen Plattformkonzernen verringern? Dieser Frage widmet sich ZeMKI-Mitglied Dr. Leif Kramp gemeinsam mit Co-Autor Dr. Stephan Weichert vom VOCER Institut für Digitale Resilienz in einem Gastbeitrag für die taz. Unter dem Titel „Bitte alle aussteigen“ plädieren sie für einen koordinierten Ausstieg aus der Dominanz kommerzieller Social-Media-Plattformen und skizzieren mit dem Konzept eines „Konvois“ einen Ansatz für gemeinsames Handeln.
Ausgangspunkt des Beitrags ist die Beobachtung, dass die Macht von Big Tech weniger auf technologischer Überlegenheit als auf kollektiven Gewohnheiten beruht. Solange Organisationen aus Sorge vor Reichweitenverlusten einzeln an Plattformen festhalten, bleibt die bestehende Abhängigkeit bestehen. Kramp und Weichert argumentieren deshalb, dass politische Regulierung allein nicht ausreicht. Erforderlich seien gemeinsame Strategien von Medien, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen, um alternative, gemeinwohlorientierte Kommunikationsinfrastrukturen zu stärken.
Der Beitrag knüpft an die gemeinsamen Forschungsarbeiten der Autoren zu digitaler Resilienz und der Zukunft öffentlicher Kommunikation an und ist zugleich Teil der VOCER-Initiative „The Convoy“, die derzeit gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen entwickelt wird.
Zum Gastbeitrag: https://taz.de/Abhaengigkeit-von-grossen-Plattformen/!6195096/
