Laufzeit: 2026 – 2030
Projektleitung: Dr. Dennis Redeker
Gefördert durch: VolkswagenStiftung
„Fostering Digital Pan-Africanism in AI Governance through Evidence and Action“ (AI PAN-AFRICANISM) ist ein vierjähriges, transdisziplinäres Forschungsprojekt, das die Governance von Künstlicher Intelligenz (KI) in Afrika neu denken will. Während KI zunehmend Bereiche wie Informationszugang, Gesundheit und digitale öffentlich Dienstlesitungen beeinflusst, werden die globalen Regeln meist von den USA, der EU und China bestimmt. Afrikanische Länder haben dabei oft kaum Einfluss.
Das Projekt entwickelt einen panafrikanischen Ansatz zur KI-Governance, der afrikanische Werte einbezieht, Menschenrechte schützt und digitalem Kolonialismus entgegentritt. Es basiert auf den Konzepten der digitalen Souveränität, des digitalen Konstitutionalismus und der Vision des Panafrikanismus. Zentrale Fragen sind: Wie kann Afrika gemeinsam eigene KI-Regeln gestalten? Welche Rechte und Prinzipien sollen KI-Systeme leiten? Dazu führt das Team Umfragen in zehn afrikanischen Ländern durch, analysiert über hunderte KI-fokussierte Policy-Dokumente und organisiert Workshops mit zivilgesellschaftlichen Gruppen.
Ein Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Akteuren aus verschiedenen Sektoren, um KI-Governance auf der pan-afrikanischen Ebene zu mitzugestalten. Das Projekt wird transdisziplinär in Zusammenarbeit mit drei zivilgesellschaftlichen Partnern durchgeführt: der Association for Progressive Communications (APC), Media Rights Agenda (MRA) und der Media Foundation for West Africa (MFWA). Strathmore University, Nairboi, Kenia is ein affiliierter akademischer Partner. AI PAN-AFRICANISM verbindet Forschung und Aktivismus, um afrikanische Stimmen in globalen Tech-Debatten zu stärken und eine menschenrechtsbasierte, gerechte KI- Governance für den Kontinent zu fördern.
