Christian Katzenbach zum Ko-Herausgeber von New Media & Society ernannt
15. September 2026
ZeMKI-Mitglied Prof. Dr. Christian Katzenbach hat im Sommer 2026 gemeinsam mit Prof. Dr. Crystal Abidin (Perth, Australien) die Herausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift New Media & Society übernommen. Das Journal hat sich von einer Nischenpublikation, die sich mit den Anfängen des Internets und Social Media befasste, zur führenden Fachzeitschrift im interdisziplinären Bereich der digitalen Medien, Kommunikation und Technologie entwickelt.
„New Media & Society“ wurde 1999 gegründet und hat sich zu einer der meistzitierten und bekanntesten Periodika des Forschungsfelds entwickelt, in der Artikel veröffentlicht werden, die verschiedene Disziplinen von Medien- und Kommunikationswissenschaften über Soziologie und Wissenschafts- und Technikforschung bis hin zur Informatik abdecken. Christian Katzenbach ist seit über einem Jahrzehnt mit der Zeitschrift verbunden – als Autor, Gutachter, Gast-Herausgeber und Mitglied des Editorial Boards –, bevor er nun gemeinsam mit Crystal Abidin die Leitung übernimmt. Abidin ist bekannt für ihre Forschung zu Internet-Celebrities, Influencer-Kulturen und digitaler Ethnografie, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum. Perspektiven und Expertise der Ko-Herausgeber ergänzen sich sehr gut.
Die Ernennung knüpft an einen Schwerpunkt in Katzenbachs akademischer Laufbahn an: den Aufbau institutioneller Strukturen und Austauschformate für interdisziplinäre Forschung. Er war am Aufbau des Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) in Berlin beteiligt, holte die Jahrestagung der Association of Internet Researchers (AoIR) im Jahr 2016 zum ersten Mal nach Deutschland und war Mitbegründer der Open-Access-Zeitschrift „Internet Policy Review“. Zeitschriften und Publikationsformate sind seiner Ansicht nach nicht nur Veröffentlichungskanäle für Forschung, sondern zentrale Infrastrukturen für die Community eines Fachgebiets.
„Es sind spannende Zeiten, um die Leitung der führenden Zeitschrift eines interdisziplinären und sich weiter entwickenden Forschungsfeldes zu übernehmen“, sagt Katzenbach. „Das wissenschaftliche Publizieren selbst wird durch generative KI herausgefordert, und das Feld der digitalen Medien durchläuft einen weiteren großen Wandel. Als neues Herausgeber-Team möchten wir die Zeitschrift weiterhin als besonders sichtbaren und wegweisenden Raum für die Community positionieren – in enger Verbindung mit der AoIR und anderen vernetzten Institutionen –, während wir gleichzeitig die regionale Vielfalt der Zeitschrift erhöhen und hohe Qualitätsstandards über ein breites Spektrum an analytischen und methodischen Ansätzen hinweg sicherstellen.“
Die neue Rolle unterstreicht die anhaltende Präsenz des ZeMKI bei der Gestaltung internationaler Debatten über Medien, Technologie und Gesellschaft und stärkt die Verbindungen des Instituts zur breiteren globalen Gemeinschaft, die sich mit Fragen der digitalen Medien und Technologie befasst.
